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Iain Pears

 

Der Engländer Iain Pears, Jahrgang 1955, arbeitet als Kunsthistoriker und Journalist. Für die Agentur Reuters berichtete er zwischen 1982 und 1990 als Korrespondent aus England, Frankreich, Italien und den USA. Bevor er Kriminalromane schrieb, hatte er ein Sachbuch zur englischen Kunst im 17. und 18. Jahrhundert veröffentlicht. 1990 erschien mit »The Raphael Affair« sein erster Roman um den britischen Kunsthändler Jonathan Argyll, der in Rom lebt. Als Sachverständiger unterstützt Argyll die römischen, espressosüchtigen Polizisten Generale Taddeo Bottando und dessen Assistentin Flavia di Stefano vom Kunstraubderzernat. Die meisten Fälle führen Argyll ins Ausland, oft nach England, aber auch nach Los Angeles. Die Ermittlerin Flavia di Stefano wird schließlich nicht nur beim Aufspüren von Kunsträubern Partnerin des schrulligen Kunstexperten, sondern auch in seinem privaten Leben. Die Beiden heiraten in einem späteren Teil der witzig-eleganten Serie.

Neben der Reihe um Argyll und di Stefano hat Iain Pears bisher zwei Standalones geschrieben. In »Das Urteil am Kreuzweg« erzählt Pears von dem Mord an Dr. Robert Grove im Jahre 1663. Die Schandtat an dem ehrenwerten Mitglied des New College zu Oxford wird aus vier verschiedenen Perspektiven geschildert. Aufgrund seiner intellektuellen Komplexität wurde das Werk von Kritikern mit Ecos »Der Name der Rose« verglichen. Wie auch Ecos Werk wurde der Roman von Iain Pears ein internationaler Bestseller.

Pears' Roman »The Dream of Scipio« ist kein Kriminalroman, aber ebenfalls ein ambitioniertes, historisches Projekt: Jeweils am gleichen Schauplatz, der französischen Provence, betrachtet er drei entscheidende Wendepunkte der Geschichte - der Untergang des Römischen Reiches im 5. Jahrhundert, die Pest im 14. Jahrhundert, und den 2. Weltkrieg -, und illustriert diese jeweils am Schicksal andere Charaktere: eines Aristokraten, eines Dichters und eines Intellektuellen - philosophische Auseinandersetzungen zu den Themen Macht, Leidenschaft und Weisheit. Verbunden sind die drei Teile durch ein Manuskript mit dem Titel »Scipios Traum«, benannt nach einem gleichnamigen Dialog von Cicero. »The Portrait« schließlich, Pears' jüngster Roman, führt den Leser auf eine abgelegene Insel vor der bretonischen Küste. Auch dieses Buch greift in die (Kunst-)Geschichte - das Werk spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

 

Argyll und di Stefano-Serie:
The Raphael Affair
[London: Victor Gollancz, 1990]
New York: Harcourt Brace, 1992]
1990 Der Raffael-Coup
[München: Piper, 1992]
The Titian Committee
[London: Victor Gollancz, 1991]
New York: Harcourt Brace, 1993]
1991 Das Tizian-Komitee
[München: Piper, 1993]
The Bernini Bust
[London: Victor Gollancz, 1992]
New York: Harcourt Brace, 1994]
1992 Die Bernini-Büste
[München: Piper, 1994]
The Last Judgement
[London: Victor Gollancz, 1993]
New York: Scribner's, 1996]
1993 Der Tod des Sokrates
[München: Piper, 1995]
Giotto's Hand
[London: HarperCollins, 1994]
New York: Scribner's, 1997]
1994 Giottos Handschrift
[München: Diana-Verlag, 1999]
Death and Restoration
[London: HarperCollins, 1996]
[New York: Scribner's, 1998]
1996 Caravaggios Erben
[München: Diana, 2001]
The Immaculate Deception
[London: HarperCollins, 2000]
[New York: Scribner's, 2000]
2000 Die diabolisch Täuschung
[München: Droemer Knaur, 2006]
[München: Droemer Knaur, 2004 unter dem Titel »Die makellose Täuschung«]

 

Andere:
An Instance of the Fingerpost
[London: Jonathan Cape, 1997]
[New York: Riverhead, 1998]
1997 Das Urteil am Kreuzweg
[München: Diana-Verlag, 1998]
The Dream of Scipio
[London: Jonathan Cape, 2002]
[New York: Riverhead Books, 2002]
2002 Scipios Traum
[München: Droemer Knaur, 2003]
The Portrait
[New York: Riverhead Books, 2005]
[London: HarperCollins, 2005]
2005 Das Portrait
[München: Droemer, 2007]
Stone's Fall
[New York: Spiegel & Grau, 2009]
[London: Jonathan Cape, 2009]
2009

 

© j.c.schmidt, 2002 - 2010

 

 

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