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Daniel Woodrell

 

Daniel Woodrell stammt aus den Ozarks, eine bergige Region zwischen Missouri und Kansas. Woodrell wächst auf in einer Umgebung, in der es üblich ist, dass die Männer einer jeden Generation für Amerika in den Krieg ziehen: Mit 17 verlässt er die Highschool und meldet sich bei der Marine. Wegen eines Drogendeliktes wird Woodrell jedoch bald wieder entlassen.

Nach seiner Militärzeit besucht er zunächst die University of Kansas, dann die Iowa Writers School. Woodrells erster Roman »Under the Bright Lights« erscheint 1986 und wird durchweg positiv rezensiert. 1987 erscheint sein Bürgerkriegsdrama »Woe to Live on«, eine schonungslos harte Darstellung, wie sich ein Krieg in den Köpfen verselbständigt und jeden Zusammenhang zu politischen Zielen verliert. Der Bürgerkrieg hatte in den Ozarks in seiner furiosesten Form gewütet; Bushwhackers und Jayhawkers - irreguläre Einheiten oder schlicht Terrortruppen, die mordend und brandschatzend die Gegend verwüsteten - bekriegten sich noch bis lange nach dem offiziellen Ende des Bürgerkrieges und machten sogar die Wiedereinsetzung des Kriegsrechtes notwendig.

Daniel Woodrell sieht sich selbst nicht als Kriminalschriftsteller im engeren Sinne. Ihn interessieren nicht Etiketten, die man auf seine Bücher pappen kann, sondern die Menschen: white trash aus dem American Heartland, die ihre Armut hassen, ihr aber nicht entkommen können. Woodrell hat wie kein anderer den Begriff des Country Noir geprägt und ist laut Los Angeles Times für die Ozarks, was Raymond Chandler für Los Angeles war - oder, fügen wir hinzu - was Joe R. Lansdale für Texas ist.

Daniel Woodrell lebt in West Plains, Missouri.

 

Under the Bright Lights
(Shade-Family)
[New York: Henry Holt, 1986]
[London: Mysterious Press, 1986]
1986 Cajun Blues
[München: Heyne, 1994]
Woe to Live on
[New York: Henry Holt, 1987]
[Harpenden: No Exit Press, 1994]
[New York: Pocket Books, 1999 unter dem Titel »Ride with the Devil«]
[Harpenden: No Exit Press, 1999 unter dem Titel » Ride with the Devil«]
1987 Zum Leben verdammt
[Reinbek: Rowohlt, 1998]
Muscle for the Wing
(Shade-Family)
[New York: Henry Holt, 1988]
[Harpenden: No Exit Press, 1995]
1988 Zoff für die Bosse
[München: Heyne, 1995]
The Ones You Do
(Shade-Family)
[New York: Henry Holt, 1992]
[Harpenden: No Exit Press, 1994]
1992 John X.
[Reinbek: Rowohlt, 1999]
Give us a Kiss
[New York: Henry Holt, 1996]
[Harpenden: No Exit Press, 1997]
1996 Stoff ohne Ende
[Reinbek: Rowohlt, 1998]
Tomato Red
[New York: Henry Holt, 1998]
[Harpenden: No Exit Press, 1999]
1998 Tomatenrot
[München: Liebeskind, 2016]
[Reinbek: Rowohlt, 2001 u.d.T. »Tomato Red«]
The Death of Sweet Mister
[New York: Putnam, 2001]
[Harpenden: No Exit Press, 2002]
2001 Der Tod von Sweet Mister
[München: Heyne, 2013]
[München: Liebeskind, 2012]
Winter's Bone
[London: Sceptre, 2006]
[Boston: Little, Brown, & Co., 2006]
2006 Winters Knochen
[München: Heyne, 2012]
[München: Liebeskind, 2011]
The Bayou Trilogy
(Omnibus)
[New York: Mulholland Books, 2011]
2011 Im Süden.
Die Bayou-Trilogie
[München: Heyne, 2012]
The Outlaw Album
(Stories)
[London: Sceptre, 2011]
[New York: Little, Brown, & Co., 2011]
2011
The Maid's Version
[London: Sceptre, 2013]
[New York: Little, Brown, & Co., 2013]
2013 In Almas Augen
[München: Heyne, 2015]
[München: Liebeskind, 2014]

 

© j.c.schmidt, 2001 - 2014

 

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