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Sara Paretsky

 

Sara Paretsky stammt aus Kansas, wo sie 1947 geboren wurde, und zog in den späten 60er Jahren nach Chicago. Sie studierte Wirtschaft und Geschichte und schloß ihr Studium 1977 mit einer Promotion ab über den »Zusammenbruch der Moralphilosophie in Neu-England vor dem Bürgerkrieg«. Nach dem Studium arbeitete Sara Paretsky knapp zehn Jahre als Verkaufsmanagerin in einer großen Chicagoer Versicherungsagentur: »Meine Erfahrungen in der Finanzwelt gaben mir einen unschätzbaren Hintergrund, um über White-collar-Verbrechen zu schreiben, wie sie V.I. immer aufklärt.«

Ihre erste Geschichte wird veröffentlicht, als Sara Paretsky gerade mal 11 Jahre alt ist. Dennoch dauert es bis 1986, bis sie hauptberuflich Schriftstellerin wird:

»Ich habe Geschichten geschrieben, seit ich ein Kind war. Aber lange habe ich mich nicht getraut, sie jemanden zu zeigen - geschweige denn, sie zu veröffentlichen. Dann, als ich so ungefähr dreißig war, merkte ich, dass ich wirklich einen Roman hearausbringen wollte. Ich liebte Detektiv-Romane, aber mich störte immer die Art, wie traditionell Frauen in diesem Genre gezeichnet wurden - sie waren entweder böse oder hilflos. Ich dachte, es wäre Zeit für einen toughe, smarte, liebenswerte Privatdetektivin, und so wurde V.I. geboren.
Meine drei ersten Romane habe ich nachts geschrieben, während ich tagsüber einen Vollzeit-Job hatte. Außerdem Nachhilfeunterricht geben, im Chor singen, den Haushalt für meinen Mann und drei Stiefsöhne führen. Wenn ich auf diese Zeit zurückschaue, denke ich, ich muss verrückt gewesen sein - das alles würde ich heute wohl nicht mehr schaffen.«

Nach ihrem Roman »Tunnel Vision« 1994 verabschiedet sich Sara Paretsky vorläufig von ihrer Hauptfigur V.I. Warshawski - Ermüdungserscheinungen, die viele Autoren befallen, deren Schaffen immer wieder um eine Figur kreist. Übrigens hält Disney die Film-Rechte an der Figur Victoria Iphigenia Warshawski, hat aber nach der Produktion eines Streifens - einem Potpourri aus mehreren Paretsky-Romanen, in dem Kathleen Turner V.I. mimt - bisher auf einen weiteren Film verzichtet.

Sara Paretsky engagiert sich stark, um anderen Schriftstellern in ihrer Arbeit zu unterstützen. Sie hat mehrere Stipendien mitbegründet und ist Gründungsmitglied der »Sisters in Crime«, deren erste Präsidentin sie war. Neben diversen Preisen für Ihre Romane wurde Sara Paretsky bereits zweimal mit einer Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.

(Zitate nach: Interview with Sara, zu finden unter http://www.saraparetsky.com/sarainterview.html. Das Interview ist leider nicht mehr online.

 

Weitere Informationen zu Sara Paretsky finden Sie bei kaliber .38:

Im Namen des 11. September.
Pieke Biermann im Gespräch mit Sara Paretsky (2002)
Pieke Biermann: Die eingefrorene europäische Vergangenheit.
Eine Rezension Romans »Ihr wahrer Name« (2002).
Pieke Biermann: Verschärfte Schikane.
Über Sara Paretsky und ihren Roman »Die verschwundene Frau« (2001)
Gewalt an Frauen ist das Leitmotiv der amerikanischen Kriminalliteratur
Pieke Biermann im Gespräch mit Sara Paretsky (1991)

 

Sara Paretskys Homepage finden Sie unter www.saraparetsky.com.

 

V.I. Warshawski-Serie:
Indemnity Only
[New York: The Dial Press, 1982]
[London: Victor Gollancz, 1982]
1982 Schadenersatz
[München: Stern Krimi-Bibliothek, 2006]
[München: Goldmann, 2003]
[München: Piper, 1986]
Deadlock
[New York: The Dial Press, 1984]
[London: Victor Gollancz, 1984]
1984 Deadlock (1)
[München: Goldmann, 2005]
[München: Heyne, 1995]
[München: Haffmans bei Heyne, 1993]
[München: Piper, 1988]
Killing Orders
[New York: William Morrow, 1985]
[London: Victor Gollancz, 1986]
1985 Fromme Wünsche (1)
[München: Heyne, 1995]
[München: Haffmans bei Heyne, 1993]
[München: Piper, 1988]
Bitter Medicine
[New York: William Morrow, 1987]
[London: Victor Gollancz, 1987]
1987 Tödliche Therapie
[München: Piper, 1989]
Blood Shot
[New York: Delacorte, 1988]
[London: Victor Gollancz, 1988 unter dem Titel »Toxic Shock«]
1988 Blood Shot
[München: Piper, 1990]
Burn Marks
[New York: Delacorte, 1990]
[London: Chatto & Windus, 1990]
1990 Brandstifter
[München: Goldmann, 2003]
[München: Piper, 1992]
Guardian Angel
[New York: Delacorte, 1992]
[London: Hamish Hamilton, 1992]
1992 Eine für alle
[München: Goldmann, 2007]
[München: Piper, 1998]
[München: Heyne, 1996 (Allgemeine Reihe)]
[München: Heyne, 1995 (Haffmans bei Heyne)]
[München: Piper, 1993]
Tunnel Vision (2)
[New York: Delacorte, 1994]
[London: Hamish Hamilton, 1994]
1994 Engel im Schacht
[München: Piper, 1995]
Windy City Blues
[New York: Delacorte, 1995]
[London: Hamish Hamilton, 1995 unter dem Titel »V.I. For Short«]
1995 Windy City Blues.
Vic Warshawski Kriminalgeschichten
[München: Piper, 1997]
Hard Time
[New York: Delacorte, 1999]
[London: Hamish Hamilton, 1999]
1999 Die verschwundene Frau
[München: Piper, 2001]
Total Recall
[New York: Delacorte, 2001]
[London: Hamish Hamilton, 2001]
2001 Ihr wahrer Name
[München: Piper, 2002]
Blacklist
[New York: Putnam's, 2003]
[London: Hamish Hamilton, 2003]
2003 Blacklist
[München: Goldmann, 2004]
Fire Sale
[New York: Putnam's, 2005]
[London: Hodder & Stoughton, 2006]
2005 Feuereifer
[München: Goldmann, 2007]
Hardball
[New York: Putnam's, 2009]
[London: Hodder & Stoughton, 2009]
2009 Hardball
[Köln: DuMont, 2011]
Body Work
[New York: Putnam's, 2010]
[London: Hodder & Stoughton, 2011]
2010
Breakdown
[New York: Putnam's, 2012]
[London: Hodder & Stoughton, 2012]
2012
Critical Mass
[New York: Putnam's, 2013]
[London: Hodder & Stoughton, 2013]
2013

 

(1) In den Ausgaben des Heyne-Verlags sind »Deadlock« und »Fromme Wünsche« gemeinsam erschienen.

(2) In den Britischen Bibliothekskatalogen wird behauptet, die erste amerikanische Ausgabe von »Tunnel Vision« sei 1993 bei Atheneum erschienen. Diese Ausgabe haben wir aber in keiner Datenbank finden können.

 

Andere Romane:
Ghost Country
[New York: Delacorte, 1998]
[London: Hamish Hamilton, 1998]
1998 Geisterland
[München: Piper, 1998]
Bleeding Kansas
[New York: Putnam's, 2008]
[London: Hodder & Stoughton, 2008]
2008

 

Non-Fiction:
Writing in An Age of Silence
[New York: Verso Books, 2007]
2007

 

Kriminalstories hg. v. S. Paretsky:
Beastly Tales: The Mystery Writers of America Anthology
[New York: Wynwood Press, 1989]
1989 Die Katze läßt das Morden nicht
[München: Goldmann Taschenbuch Verlag, 1992]
A Woman's Eye
[New York: Delacorte, 1991]
[London: Virago, 1991]
1991 Vic Warshawskis starke Schwestern und Sisters in Crime (2)
[München: Piper, 1992 und München: Piper, 1993]
Women on the Case
[New York: Delacorte, 1996]
[London: Virago, 1996]
1996 Hände hoch, Kleiner! und Hamlets Dilemma (2)
[München: Piper, 1997 und München: Piper, 1998]
Sisters on the Case
[New York: Signet, 2007]
2007

 

(2) Im Original sind die Anthonlogien jeweils in einem Band erschienen. Piper hat die deutschen Übersetzungen in zwei Bänden herausgebracht.
Die beiden Anthologien hat Sara Paretsky mit Martin Harry Greenberg herausgegeben, der zwar nicht auf dem Cover, aber im Impressum genannt wird. (Ein Hinweis von Michael Kersten, der ergänzt: "...wobei man dann im Hinblick auf eine Vielzahl anderer GREENBERG-"Zusammenarbeiten" durchaus darüber spekulieren darf, wie groß der Gestaltungsanteil von PARETSKY überhaupt ist.")

 

© j.c.schmidt, 2001 - 2014

 

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