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Krimi-Navigator -- Serienfiguren -- Figuren T

 

Hilary Tamar von Sarah Caudwell

 

Hilary Tamar unterrichtet Rechtsgeschichte an der ehrwürdigen Universität in Oxford. Zumindest in der Originalfassung weiß der Leser selbst nach dem vierten (und letzten) Band der kleinen Reihe nicht, welches Geschlecht Hilary Herr eigentlich hat. Diese - bewusste - Zweideutigkeit scheint auch in den deutschen Übersetzungen erhalten geblieben zu sein, denn manche stellen Hilary als Herr Professor, andere als Frau Professorin vor.
      Sarah Caudwell, 1939 als Sarah Cockburn in London geboren, hat selbst Jura an der berühmten Fakultät "Lincoln's Inn" in Oxford studiert und lange Jahre als Anwältin gearbeitet. Später nahm sie einen Posten als Rechtsberaterin der Llodys Bank an. Bis auf den ersten Band bewegen sich alle ihre Hilary-Tamar-Krimis sich an der Schnittlinie zwischen Jura und Ökonomie: Hintergrund sind steuer-, aktien- oder erbrechtliche Angelegenheiten.
      Sarah Caudwell starb im Jahre 2000 an Krebs. Neben den vier Büchern hatte sie nur noch die Hilary-Tamar-Story »An Acquaintance with Mr. Collins« verfasst (zuerst erschienen 1990 in der Anthologie »A Suit of Diamonds« bei Collins in London.

 

 
 

Thus was Adonis Murdered.
Adonis tot in Venedig.
London: Collins und New York: Scribner's, 1981
Köln: DuMont, 1996

The Shortest Way to Hades.
Zwischen Himmel und Hölle.

London: Collins und New York: Dell, 1984
München u.a.: Diana, 2000

The Sirens Sang of Murder.
Die Sirenen sangen vom Tod.

London: Collins und New York: Delacorte Press, 1989
München u.a.: Diana, 2001

The Sibyl in Her Grave.
Das süße Vermächtnis.

New York: Dell, 2001 und London: Robinson, 2002
München u.a.: Diana, 2002

Zwischen Himmel und Hölle
Die Sirenen sangen vom Tod
 

 

Sina Teufel von Lara Stern:

 

Sina Teufel ist Anwältin in München.
Etwas verwirrend ist die Verwendung des Pseudonyms Lara Stern: Unter dem Namen veröffentlichte die Autorin (eigentlich Brigitte Riebe) ihre Sina Teufel-Krimis. Andere Bücher erschienen unter ihrem bürgerlichen Namen. Die beiden jüngsten Romane der Serie erschienen allerdings zunächst unter dem Label Brigitte Riebe, auf späteren Ausgaben prangte wiederum das Pseudonym Lara Stern. Deshalb fehlen die beiden letzten in einigen Aufzählungen der Sina Teufel-Romane.

 

 
 

Nix Dolce.
München: Goldmann, 1992

Bali kaputt.
München: Goldmann, 1993

Sabas Himmelfahrt.
München: Goldmann, 1993

Brüderlein, Schwesterlein.
München: Goldmann, 1994

Ruck Zuck.
München: Goldmann, 1994

Petermanns Verkehr.
München: Goldmann, 1996

Nachtspiele.
München: Droemer Knaur, 1996
unter dem Titel »Süsses Fleisch«
veröffentlicht als Brigitte Riebe

Liebeslang.
München: Droemer Knaur, 1999
veröffentlicht als Brigitte Riebe

Brüderlein, Schwesterlein
Liebeslang
Nachtspiele
 

 

Tom Thorne von Mark Billingham:

 

DI Tom Thorne ist nicht der strahlende Held der Londoner Polizei, sondern ein untersetzter, stämmiger Mann, der sogar als häßlich beschrieben wird. Thorne hat einen Faible für Bier und Countrymusik. Nach langen Jahren in den schäbigen Londoner Straßen ist der Polizist zynisch und kriegsmüde. Seine Umgangsformen sind eher ruppig als geschliffen, Autoritäten und Vorschriften bestehen, damit man sich ihnen widersetzt. Stagnierende Ermittlungen belebt DI Thorne mit teilweise so absurden Ideen, dass er nicht nur bei seinen Vorgesetzten, sondern auch bei seinen Kollegen bloßes Kopfschütteln erntet. Doch sein Erfolg gibt dem Londoner Cop Recht. Um einigermaßen Ruhe in den Apparat zu bringen, haben seine Vorgesetzten im ein eigenes Team gegeben, mit den jungen Kollegen Detective Dave Holland, Detective Sarah McEvoy und anderen.
      In den bisherigen Romanen haben es Tom Thorne und seine Mannschaft immer mit Serien- respektive Mehrfachmördern zu tun. Die Stories werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Der Haupterzählstrang - die Ermittlungsstory um DI Tom Thorne und sein Team - wird unterbrochen durch Rückblenden aus der Sicht des Täters. Dadurch hat der Leser einen Wissensvorsprung vor den Romanfiguren. Spannung wird weniger erzeugt durch die Frage, wer es denn gewesen war, sondern eher durch das Motiv des Täters und die Frage, mit welchen Mitteln die Cops diesem auf die Spur kommen.
      Bevor er mit dem Verfassen von Kriminalromanen begann, war Autor Mark Billingham dem britischen Publikum vor allem als Fernsehkomiker bekannt. Nebenbei war er auch als Autor von Drehbüchern, TV-Serien und diversen Kindersendungen erfolgreich. Billingham wuchs auf in Birmingham und lebt seit Mitte der Achtziger Jahre in London.

 

 
 

Sleepyhead.
Der Kuss des Sandmanns.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2001.
München: Goldmann, 2002.

Scaredy Cat.
Die Tränen des Mörders.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2002.
München: Goldmann, 2003.

Lazybones.
Die Blumen des Todes.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2003.
München: Goldmann, 2004.

The Burning Girl.
Blutzeichen.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2004.
München: Goldmann, 2005.

Lifeless.
In der Stunde des Todes.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2005.
München: Goldmann, 2006.

Buried.
Die Geliebte des Mörders.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2006.
München: Goldmann, 2007.

Death Message.
Das Blut der Opfer.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2007.
München: Goldmann, 2008.

Blood Line.
Die Schuld des Blutes.

Aus dem Englischen von Isabella Bruckmaier.
London: Little, Brown, 2009.
München: Goldmann, 2010.

From the Dead.
Tödlicher Verdacht.

Aus dem Englischen von Thomas Bauer.
London: Little, Brown, 2010.
München: Goldmann, 2012.

Good as Dead.
London: Little, Brown, 2011.

The Dying Hours.
London: Little, Brown, 2013.

The Bones Beneath.
London: Little, Brown, 2014.

Der Kuss des Sandmanns
Die Tränen des Mörders
Die Blumen des Todes
Blutzeichen
In der Stunde des Todes
Das Blut der Opfer
Die Schuld des Blutes
Tödlicher Verdacht
 

 

Tschonnie Tschenett von Kurt Lanthaler

 

Held in Kurt Lanthalers viel gelobter Reihe ist der Aushilfs-LKW-Fahrer und ehemalige Nordseefischer Tschonnie Tschenett, gesegnet mit dem fatalen Hang, seine Nase immer in obskure Dinge zu stecken. Tschenett ist einer der "Dauerverlierer, die dem Leser zeitweise wider besserem Wissen den Glauben vermitteln, dieses eine Mal könnte der Held mit ein wenig Glück doch zu Glanz, Ruhm und Geld gelangen." (Ulrich Deurer).
      Der Name der Figur, der dem dschörmän-schpieker nicht ganz leicht über die Lippen flutscht, ist rätoromanischen Ursprungs, der Muttersprache Lanthalers. Ein gewisser Johann Tschenett war 1987 die Hauptfigur in einem Drehbuch, das allerdings nicht in Produktion ging. Auch mutiert nicht dieser Film-Johann zur Serienfigur in Lanthalers Romanen, sondern dessen Sohn, der ganz in der Alpen-Tradition auf den gleichen Vornamen hört. Aus Johann wird erst Johnny, und durch die "Einwirkung der dünnen Höhenluft auf die Stimmbänder (Kontraktur) wird aus Johnny Tschonnie", wie Lanthaler der österreichischen Zeitschrift Buchkultur zu Protokoll gab.
      Autor Lanthaler ("ab in die klapse mit der synapse") ist höchst umtriebig, schreibt neben seinen Tschenett-Romanen u.a. auch Lyrik und "hirnrissige Geschichten", übersetzt aus dem Italienischen und arbeitet für Theater, Fernsehen und Hörspiel.

 

 
 

Der Tote im Fels.
Innsbruck: Haymon, 1993

Grobes Foul.
Innsbruck: Haymon, 1993

Herzsprung.
Innsbruck: Haymon, 1995

Azzurro.
Innsbruck: Haymon, 1998

Napule.
Innsbruck: Haymon, 2002

Napule
Azzurro
 

 

Agent Tweed und sein Team von Colin Forbes

 

Über die trashige Reihe gibt's nicht viele Worte zu verlieren: Agent Tweed, Protagonist ohne Vornamen, ist der stellvertretende Direktor des britischen Geheimdienstes SIS und nimmt in jedem Roman den erbitterten Kampf gegen das Böse auf. Zumeist ist der Friede von fiesen Terroristen, durchgeknallten Wissenschaftlern und sonstigen masterminds des Bösen bedroht, die im Prinzip gleich die ganze Welt ins Chaos stürzen wollen. James Bond für Arme, möchte man sagen, ohne Humor und mit weniger exotischen Schauplätzen, denn oft wirbelt Tweed im alten Europa.
      Tweed ist der unangefochtene Überflieger, nach dessen Pfeife nicht nur sein Vorgesetzter tanzt, der Chef des SIS, sondern im Prinzip die ganze politische Führung. In seinem Einsatz für Gerechtigkeit wird er unterstützt von knapp einem halben Dutzend Charakteren, die in (fast) allen Romanen wieder auftauchen, wie seine Assistentin Paula Grey, der ehemalige Journalist Robert Newman oder die Getreuen Pete Nield und Harry Butler.
      Neben der Tweed-Serien hat Autor Colin Forbes, Jahrgang 1923, unter seinem bürgerlichen Namen Raymond Sawkins als auch unter mehreren Pseudonymen (Richard Raine, Jay Bernard, Harold English) noch einen ganzen Stapel Romane verfasst. Am bekanntesten wurde vielleicht »Avalanche Express«, 1979 mit großem Staraufgebot verfilmt.

 

 
 

Double Jeopardy.
Endspurt.
London: Collins, 1982
Düsseldorf: Marion von Schröder, 1984

Terminal.
Fangjagd.
London: Collins, 1984
Zürich: Benzinger, 1985

Cover Story.
Der Überläufer.
London: HarperCollins, 1985
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1986

The Janus-Man.
Der Janus-Mann.
London: HarperCollins, 1987
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1987

Deadlock.
Cossack.

London: Macmillan, 1988
München: Heyne, 1988

The Greek Key.
Der Jupiter-Faktor.
London: HarperCollins, 1989
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1989

Shockwave.
Schockwelle.
London: Macmillan, 1990
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1990

Whirlpool.
Incubus.
London: Macmillan, 1991
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1991

Cross of Fire.
Feuerkreuz.

London: Macmillan, 1992
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1992

By Stealth.
Die unsichtbare Flotte.
London: Macmillan, 1992
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1994

The Power.
Todesspur.
London: Macmillan, 1994
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1996

Fury.
Kalte Wut.

London: Macmillan, 1995
Hamburg: Hoffmann und Campe, 1998

Precipice.
Abgrund.

London: Macmillan, 1996
München: Heyne, 2000

The Cauldron.
Hexenkessel.

London: Macmillan, 1997
München: Heyne, 1999

The Sisterhood.
Der schwarze Orden.

London: Macmillan, 1998
München: Heyne, 2000

This United State.
Kaltgestellt.

London: Macmillan, 1999
München: Heyne, 2001

Sinister Tide.
Teufelsflut.

London: Macmillan, 1999
München: Heyne, 2002

Rhinoceros.
Das Inferno.

London: Simon & Schuster, 2000
München: Heyne, 2003

The Vorpal Blade.
Die Klinge.
London: Simon & Schuster, 2001
München: Heyne, 2004

The Cell.
Das Netz.
London: Simon & Schuster, 2002
München: Heyne, 2004

No Mercy.
Skelett.
London: Simon & Schuster, 2003.
München: Heyne, 2006.

Blood Storm.
Komplott.
London: Simon & Schuster, 2004.
München: Heyne, 2007.

The Main Chance.
Todeskette.
London: Simon & Schuster, 2005.
München: Heyne, 2008.

The Savage Gorge.
Die Schlucht.
London: Simon & Schuster, 2006.
München: Heyne, 2009.

Cossack
Feuerkreuz
Kalte Wut
Abgrund
Hexenkessel
Kaltgestellt
Die Klinge
Teufelsflut
Das Inferno
Die Klinge
Das Netz
Skelett
Komplott
Todeskette
 

 

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